God of War 3 - Erster Eindruck

Spiele und Spieleentwicklung

Die ersten beiden Vorgänger von God of War 3 kenne ich nicht. Bei den meisten Spielen ist es mir durchaus wichtig die Vorgänger zu kennen, in diesem Fall aber nicht. Die Handlung lässt sich nachlesen und sowohl Videos als auch Screenshots machten so viel Lust auf das Spiel, dass ich mir sagte: "Pfeiff drauf!"

Nun hatte ich endlich die Zeit nicht nur das Spiel zu kaufen sondern es zu spielen. Mein erster Eindruck beruht lediglich auf eine Spielzeit von rund 40 Minuten. Diese waren so intensiv, dass ich mich zu diesem kleinen Bericht entschlossen habe.

Vielen ist es sicherlich schon bekannt, dass eine Fantasy-Welt nicht gerade mein Ding ist. Bei Göttern, Zaubern, Dämonen etc. laufe ich meistens weg. Es gib absolut wenige Ausnahmen und seit heute gehört God of War 3 absolut dazu. Spielerisch hat es bis jetzt wirklich nicht viel geboten. Man läuft, springt, klettert und vor allem kämpft man sich den Olymp hoch. Was das Spiel so besonders macht ist die absolut beispiellos perfekte Inszenierung. Es ist weniger ein Spiel sondern für mich viel mehr ein Film, bei dem man nur zur richtigen Zeit die richtigen Knöpfe drücken muss und das von der ersten Sekunde an.

GoW 3 verliert dabei keine Zeit. Sofort beim Spielstart hat man es mit ein paar kleinen, aber vor allem mit sehr sehr großen Gegnern zu tun. Mit riesigen Gegnern. Die sind so groß, dass man immer nur einen kleinen Ausschnitt von ihnen sieht, außer sie sind weit weg. Schon alleine diese Tatsache ist beeindrucken, die Grafik, gepaart mit einer sehr guten Steuerung und einem super Sound ist wirklich der Wahnsinn. Selbst die Kamera bereitete mir bis jetzt absolut keine Probleme, was bei 3. Person Action eher selten ist. Als negatives Beispiel sei Mini Ninjas genannt, da nervt die Kamera ganz schön.

Weiterhin entscheidend für den großen Spaß ist die Figur Kratos, mit der man sehr viele Sauereien anstellen kann. Dabei verlangt die Steuerung wirklich jeden Knopf auf dem Pad, aber man hat nie das Gefühl die Kontrolle zu verlieren. Es ist schön mal eine 3D Figur zu haben welche so viel kann und ich dennoch das Gefühl habe sie kontrollieren zu können. Andere Figuren wie Lara Croft (egal welcher Teil) oder der Kapuzenmann bei Assasins Creed gingen mir schon nach wenigen Minuten (oft schon im Tutorial) so auf den Zeiger, dass ich entnervt das Pad in die Ecke pfefferte. Was GoW 3 hier besser macht ist nicht zwingend die Anzeige, welche Taste man jetzt drücken muss, sondern die besagte Kamera und das ich schlicht nicht so genau sein muss. Es kommt nicht 100% auf das richtige Timing an sondern nur 90%, dass reicht auch. Ich muss es nicht perfekt beherrschen, um meinen Spaß zu haben. Ich finde diese Erkenntnis nicht nur als Spieler wichtig sondern vor allem auch als Hobbyentwickler.

Zu guter letzt macht das Spiel bisher eine weitere Sache extrem gut: es gibt keinen Leerlauf. Während ich bei anderen Spielen lange herum irre, nicht weiß was zu tun ist, wo es lang geht, wie ich eine Stelle überwinde, ist GoW 3 ein enger Schlauch durch den ich durch muss. Keine offene Welt, kein Schein von Freiheit. Es ist Action in Reinform, Adrenalin im Konzentrat. In den bisher gespielten 40 Minuten hatte ich schon mehr "WOW!" - Momente, Action und Spaß wie in vielen anderen Spielen nach Stunden. Das alles, weil es so herrlich inszeniert ist. Im Prinzip mag ich bei Spielen genau das Gegenteil, ich liebe die Spielmechanik und hasse alles, was mich davon abbringt. GoW 3 macht mit mir genau das Gegenteil, aber so herrlich, dass es bewundernswert schön ist. Ich habe eher das Gefühl, es will garkein richtiges Spiel sein sondern ein Actionerlebnis. Eben ein Film, bei dem man nur zur richtigen Zeit die richtigen Knöpfe drücken muss.

 

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