Battlestar Galactica Staffel 1 Drucken
Filme
Montag, den 03. September 2007 um 11:51 Uhr

Filmkritik zur ersten Staffel Battlestar Galactica.

Die alte Serie war zugegeben vor meiner Zeit. Ein paar Folgen habe ich zwar mal gesehen, fand es aber wenig aufregend. Wesentlich aufregender fand ich allerdings den Pilotfilm für die Neuauflage. Auf dem SciFi-Channel wurde diese immer wieder ausgestrahlt, allerdings als zweiteiler von dem ich immer nur den ersten Teil gesehen habe, bis eines Tages die DVD in mein Haus flatterte.

Die erste Staffel knüpft nahtlos an diesen Film an. Die Action, welche alle paar Folgen mal aufkommt, ist sehr gut gemacht, die Handlung mit ihrer Dramatik sind sehr gut, teilweise allerdings erdrückend. Die Kamerafahrten, der Kontrast, die Kameraeinstellungen und die Schnitte erinnern sehr stark an 24. Somit wird versucht, dass selbst ruhige und "langweilige" Momente spannend aussehen. Dies gelingt leider nicht.
Die Rahmenhandlung verspricht Spannung. Die Zylonen (von Menschen erschaffene Roboter) rebellieren gegen die Menschen. In der Neuauflage haben sich die Zylonen weiter entwickelt und sehen aus und fühlen wie Menschen. Hier wird die Ur-Angst der Menschen geweckt, einen Feind zu haben, den man nicht wirklich sehen kann, den man nicht von Freunden unterscheiden kann, außer es ist zu spät.

Die Handlung wird meist auf zwei oder drei Orten getragen, welche sich im laufe der Folgen immer wieder überschneiden. Was nach Spannung und Abwechslung klingt, schleift sich leider sehr schnell ab. Es gibt nur die Menschen und die Zylonen, nur gut und Böse. Es gibt zwar auch Feinde innerhalb der weniger als 50.000 Menschen, aber die Fronten sind klar und offensichtlich. Die einzige Frage, welche noch bleibt, ist der Masterplan der Zylonen.

Beeindruckend als Schauspieler finde ich Edward James Olmos, James Callis hingegen fand ich ermüdend. Dies liegt nicht nur am Schauspieler selber sondern an der Figur. Nach meiner Meinung hätte man die Figur nach wenigen Folgen erschießen sollen. Vielleicht habe ich das Glück in der zweiten Staffel.

Betrachtet man Battelstar Galactica im Vergleich anderer großer Serien, so hebt sie sich teils angenehm, teils unangenehm ab. Es gibt viel Sex, viel Gewalt, viel Dramatik. Man merkt, dass die Menschheit um ihr Überleben kämpft. Alles ist durch und durch dreckig, bedrückend und düster. Leider bekommt man im Gegenzug nach einigen Folgen Therapiewünsche. Ich glaube noch bei keiner Serie so wenig gelacht zu haben.

Dennoch, oder gerade deswegen, werde ich die Serie weiter schauen. An der zweiten Staffel sitze ich momentan, die dritte soll ab dem 7. November 2007 ausgestrahlt werden.

 
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