Fazit Bundesliga 2009/2010
| Fußball |
In wenigen Stunden beginnt der letzte Spieltag der Bundesliga 2009/2010. Die Meisterschaft ist entschieden, Schalke ist wie so oft zweiter. Dennoch, auf Schalke ist darüber keiner traurig. Betrachtet man die Ausgangslage, so ist dieser zweite Platz schon fast als Sensation zu bezeichnen. Am Anfang der Session wäre man schon über einen internationalen Platz zufrieden gewesen. So ist es der zweite Platz, direkte Qualifikation für die Champions League.
Dieser Erfolg kommt, da sind sich eigentlich alle einig, durch den Trainer, Manager, Vorstandsvorturner Felix Magath. Sein Erfolg basiert auf mehrere Säulen, die meiner Meinung nach sehr interessant sind.
Erfolg bringt Vertrauen
Magath ist mittlerweile ein Trainer, der nachweislich Erfolg hatte, bevor er auf Schalke angefangen hat und das in der Bundesliga und nicht in Holland, der zweiten Liga oder sonst wo. Er ist mit zwei Vereinen Meister geworden, mit Bayern hat er zweimal den Pokal geholt. Das hat zur Folge, dass die Leute auf Schalke ihm glauben und vertrauen, selbst wenn er mal unrecht hat oder Fehler macht. Das macht die Arbeit für ihn leichter, sowohl mit den Spielern als auch mit dem schwierigen Umfeld.
Kompetenzen machen Frei
Magath hat das, was man zum Arbeiten braucht. Er hat die Macht nahezu alles zu bestimmen und keiner redet ihm rein. Somit kann er auf Schalke mit weniger Mitteln mehr erreichen als zum Beispiel bei Bayern München, wo ihn zig Nasen immer wieder reinreden. Diese Macht verhindert auch, dass sich Spieler verstecken können. Ein unzufriedener Spieler kann nicht zum Manager gehen um sich über den Trainer zu beschweren, auch nicht zum Vorstand. Magath ist überall und somit kommen Störfeuer, wie man sie in den letzten Jahren und Jahrzehnten immer wieder auf Schalke kannte, nicht mehr auf.
Konzept mit Blick auf die Zukunft
Magath hat eine klare Vorstellung, wie Fußball aussehen muss. Er hat dafür ein Konzept und weiß, was man alles machen muss um auch mit geringen Mitteln Erfolgreich zu sein. Das hat er früher schon beim VfB Stuttgart bewiesen. Beeindruckend dabei ist seine klare Linie, seine unglaublich konsequente Art. Auf Nachfrage erklärt er Entscheidungen und Handlungen plausibel und man erkennt das Konzept mit jedem Spieltag. Er achtet dabei auch auf Details, die aber unglaublich wichtig sind. Im Gegensatz zu seinen Vorgängern ist er aktiv auf die Fans zugegangen und hat sie mit der Mannschaft vereint. Ihm alleine ist es zu verdanken, dass die Spieler nicht mehr ausgepfiffen werden, die Fans mehr denn je ihre Mannschaft unterstützen.
Magath hat noch drei Jahre auf Schalke. Ob er es wirklich schafft Meister zu werden weiß keiner. Aber er wird auch über diese Zeit hinaus positive Spuren hinterlassen, sowohl sportlich wie auch finanziell. Es ist spannend, diese Zeit erleben zu dürfen.
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